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BAOBAB - Schüler für Afrika e.V.

Wir sind ein kleiner gemeinnütziger Verein, der 2006 von Lehrern der Realschule Hittfeld gegründet wurde.

Die Idee entstand, weil seit 2003 an der Schule ein sogenanntes Mali-Projekt durchgeführt wurde. Die Schülerinnen sammelten mithilfe von vielen Aktionen Gelder für einen Grundschulbau in Mali, einem der ärmsten Länder der Welt, wo gerade das Bildungswesen auf dem Land sehr wenig entwickelt ist. Deshalb ist das Ziel des Vereins, Bildungseinrichtungen in Afrika zu fördern, nach dem Motto einer afrikanischen Weisheit:

"Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern."

2005 konnte die erste Schule in Nani gebaut und eingeweiht werden. Da die Motivation der Schülerinnen und Lehrerinnen ungebrochen war, konnte im Abstand von zwei Jahren jeweils eine neue Schule finanziert werden. Allerdings mit kräftiger Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Bonn.

Seit 2006 haben wir eine Partnerorganisation in Mali, nämlich die NGO SOLISA, mit dem Direktor Bandiougou Niakaté. Zusammen mit ihm realisierten wir bis heute 6 weitere Schulen. 2007 in Faraba, 2009 in Bassabougou, 2011 in Feya, 2013 in Sirablon, 2015 in Bourakébougou und in diesem Jahr 2017 entsteht eine neue Grundschule in Kodougou. Diese Schule soll im Herbst nach der Regenzeit fertig gestellt werden. Zur offiziellen Eröffnung Anfang 2018 werden vielleicht auch Lehrer aus Hittfeld nach Mali fahren...

Seit 2013 ist die neu gegründete IGS Seevetal an dem Projekt beteiligt. Inzwischen hat sie das Mali-Projekt mehr oder weniger übernommen, da die Realschule im nächsten Jahr geschlossen wird.

Grundsitutaion im Bildungsnotstand Mali

Mali ist nicht nur eines der ärmsten Länder der Erde, es liegt auch teilweise in klimatisch ungünstigen Gebieten. Die Bevölkerung Malis setzt sich aus ca. 30 verschiedenen Ethnien zusammen, die sich durch verschiedene Sprachen und Kulturen auszeichnen.

Die Amtssprache ist Französisch, die jedoch von nur rund 10% der Bevölkerung gesprochen wird. Trotz Schulpflicht besuchten in den zurückliegenden Jahren weniger als 50% der Kinder im schulpflichtigen Alter – 7 bis 15 Jahre – die Schule. Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Um eine Schule besuchen zu können – oder auch zu dürfen – bedarf es einer Geburtsurkunde. Oftmals liegt diese nicht vor.

Unterrichtssprache ist die französische Amtssprache, die die Mehrheit der Erwachsenen und damit auch ihre Kinder nicht sprechen können. Schulische Einrichtungen sind zu wenige vorhanden, die Klassen „platzen aus allen Nähten“. Die Schulwege des Öfteren weit mehr als 10 Kilometer lang und müssen zu Fuß zurückgelegt werden.
Schulmaterial kostet Geld, welches in den meisten Fällen nicht vorhanden ist.

Das Leben der Kinder richtet sich nach dem Rhythmus von Trocken- (November – Mai) und Regenzeit (Juni – September), dem Rhythmus von Aussaat und Ernte, von Dürre, Hunger und Armut. 80 % der Bevölkerung Malis lebt in den ländlichen Provinzen als Ackerbauern und Viehzüchter. Die Kinder wachsen in Großfamilien auf.

In dem täglichen Kampf ums Überleben bleibt folglich oft genug gar keine Zeit für einen Schulbesuch, da die Kinder auf den Feldern ihrer Familien helfen müssen. Fallen die Ernten durch klimatische Katastrophen aus, drohen Hungersnöte.

Schulabbrüche und hohe Wiederholungsquoten sind nur zwei von vielen Folgen. Dabei haben gerade die unterschiedlichsten Hilfsorganisationen, die sich u.a. dem Schulausbau, Brunnenbau und Hilfslieferungen verschrieben haben, durchaus positive Resultate vorzuweisen. Dies zeigt, dass damit unsere Hilfsleistung einen wichtigen und richtigen Beitrag leistet.

Wenn die Menschen auf den Dörfern besser gebildet sind, werden sie eher in der Lage sein, ihre Zukunft in die Hand nehmen können.