Habib Koité (* 1958 in Thiès, Senegal) ist ein malischer Musiker, lebt in Bamako, der Hauptstadt Malis. Er ist ein bekannter Musiker, Gitarrist und Sänger. Mit seiner Gruppe Bamada, die er 1988 zusammen mit langjährigen musikalischen Weggefährten gründete, gibt er zahlreiche Konzerte in aller Welt.

Doumbia Moussa Fakoly wurde im Nordwesten der Elfenbeinküste geboren und entstammt einer Familie von Griots. Früh entdeckte er die Reggaemusik und gründet seine erste Band, die ‚Djelys‘. Mit ihr erlangte er nationale Bekanntheit.

Nach dem Tod des ersten Präsidenten der Elfenbeinküste Félix Houphou t-Boigny erlangte Fakoly große Popularität durch seine politischen Texte. Seither etablierte sich der „Reggae-Protest-Sänger“ Tiken Jah Fakoly als fester Bestandteil der Musikszene Westafrikas.

Im Jahr 1998 hatte er mit einem Konzert in Paris seinen ersten Auftritt in Europa.

In seinen Texten kritisiert er die politische Elite verschiedenster afrikanischer Länder scharf. Seit seinem 2002 veröffentlichtem Album Francafrique sah sich Tiken Jah Fakoly verstärkt politischer Repressionen ausgesetzt. In Folge von Morddrohungen durch Anhänger von Laurent Gbagbo und dem Mord an mehreren seiner Freunde entschied sich Tiken Jah Fakoly im Jahr 2003 nach Mali ins Exil zu gehen.

Er lebt seitdem in Malis Hauptstadt Bamako. Von dort aus setzt er sein musikalisches Werk und sein politisches Engagement fort. Stark kritisiert wird in mehreren Liedern auch die Afrikapolitik der französischen Regierung, welche in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten massiv afrikanische Diktaturen unterstützte und festigte.

 

Viele Musiker aus dem Vielvölkerstaat Mali sind einer bestimmten ethnischen musikalischen Tradition verpflichtet. Im Gegensatz dazu hat Habib Koité sich schon immer für die unterschiedlichsten Stilrichtungen interessiert und diese auch in seine Songs integriert. Hinzu kommen Elemente aus dem Flamenco oder Reggae. Es ist ihm jedoch auch ein Anliegen, vom Aussterben bedrohte musikalische Traditionen zu bewahren. Auf dem Album „Afriki“ bekommt man im Stück „Nta Dima“ traditionelle Hornbläser zu hören, eine Form der Musik, die kaum noch von jungen Männern gespielt wird. Die Musikkritik bezeichnet Habib Koités Stil gerne als einen „hypnotischen Klangteppich“, auf dem sich seine warme Stimme entfalten kann. Viel Beachtung findet auch Habib Koités virtuoses Gitarrenspiel.

Quelle: WIKIPEDIA