Grundsitutaion im Bildungsnotstand Mali

Mali ist nicht nur eines der ärmsten Länder der Erde, es liegt auch teilweise in klimatisch ungünstigen Gebieten. Die Bevölkerung Malis setzt sich aus ca. 30 verschiedenen Ethnien zusammen, die sich durch verschiedene Sprachen und Kulturen auszeichnen.

Die Amtssprache ist Französisch, die jedoch von nur rund 10% der Bevölkerung gesprochen wird. Trotz Schulpflicht besuchten in den zurückliegenden Jahren weniger als 50% der Kinder im schulpflichtigen Alter (7-15 Jahre) die Schule.

Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Um eine Schule besuchen zu können – oder auch zu dürfen – bedarf es einer Geburtsurkunde. Oft genug liegt diese nicht vor.
Unterrichtssprache ist die französische Amtssprache, die die Mehrheit der Erwachsenen und damit ihre Kinder nicht sprechen können.
Schulische Einrichtungen sind zu wenige vorhanden, die Klassen brechen „aus allen Nähten“. Oft genug sind die Schulwege weit mehr als 10 Kilometer lang und müssen zu Fuß zurückgelegt werden.
Schulmaterial kostet Geld, welches in den meisten Fällen fehlt.

 

Das Leben der Kinder richtet sich nach dem Rhythmus von Trocken- (November – Mai) und Regenzeit (Juni – September), dem Rhythmus von Aussaat und Ernte, von Dürre, Hunger und Armut. 80 % der Bevölkerung Malis lebt in der ländlichen Provinz als Ackerbauern und Viehzüchter. Die Kinder wachsen in Großfamilien auf.

In dem täglichen Kampf ums Überleben bleibt folglich oft genug gar keine Zeit für einen Schulbesuch, da die Kinder auf den Feldern ihrer Familien helfen müssen. Fallen die Ernten durch klimatische Katastrophen aus, drohen Hungersnöte.

Schulabbrüche und hohe Wiederholungsquoten sind nur zwei von vielen Folgen. Dabei haben gerade die unterschiedlichsten Hilfsorganisationen, die sich u.a. dem Schaulausbau, Brunnenbau und Hilfslieferungen verschrieben haben, durchaus positive Resultate vorzuweisen. Dies zeigt, dass damit unsere Hilfsleistung einen wichtigen und richtigen Beitrag leistet.

Wenn die Menschen auf den Dörfern besser gebildet sind, werden sie ihre Zukunft in die Hand nehmen können.

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